Über "MissionarIn auf Zeit" (MaZ)

Aus dem Alltag unserer MaZ

Frau mit kleinem Kind mit Popcornverkaufswagen Popcornverkäuferin in Cochabamba, Bolivien

Wenn ich nach der Arbeit über die Cancha gehe, komme ich oft bei Rosa und ihrer Mutter vorbei. Rosas Mutter ist Popkornverkäuferin und steht mit ihrem kleinen Stand meistens an der gleichen Ecke. Immer wenn Rosa mich sieht, ruft sie schon von weitem meinen Namen.Aber nicht nur Rosa ist nachmittags auf der Cancha anzutreffen. Wenn ich durch die vollen Einkaufsgassen schlendere, höre ich oft meinen Namen oder "Buen día, Profe", dann kommt aus irgendeiner Ecke ein Kind aus dem Kinderhaus hervor und freut sich, dass es mich auch nach der Arbeit noch sieht.

Aus einer Rundmail von Theresa Samson, Dezember 2009

Die Entstehung des Projektes

Das Projekt geht auf eine Anregung junger Menschen auf dem Katholikentag 1980 zurück und wird seither von mehreren Ordensgemeinschaften durchgeführt.

Die Motivation für einen Einsatz als MaZ

Die Beweggründe, die junge Menschen anfragen lassen, ob sie einige Zeit mit den Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel in Bolivien, Brasilien, Mosambik und Rumänien leben und arbeiten können, sind sehr verschieden. Als Motivation geben die MaZ meist an, dass sie einen sozialen Einsatz im Ausland machen wollen, um ihren Horizont zu erweitern und ihre Persönlichkeit zu verändern, andere Kulturen kennen zu lernen und einen Beitrag zur Entwicklung zu leisten. Einige Bewerber haben Erfahrungen in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit und/oder engagieren sich in Sportvereinen für Kinder und Jugendliche z.B. als Trainer.

Ein Einsatz als "MissionarIn auf Zeit"

Unter einem MaZ-Einsatz wird ein internationaler, zeitlich befristeter Freiwilligendienst verstanden, der jungen Menschen die Möglichkeit bietet, verschiedene Aufgabenbereiche der Ordensgemeinschaft in einer anderen Kultur kennen zu lernen.

MaZ — Mitleben, Mitbeten, Mitarbeiten

Der Untertitel unseres Programms lautet Mitleben, Mitbeten, Mitarbeiten. Damit ist gemeint, dass die jungen Menschen die Fähigkeit und Bereitschaft mitbringen, andere Kulturen und Realitäten sowie neue Lebensformen kennen zu lernen. Ziel des MaZ-Einsatzes ist, den interkulturellen Dialog sowie interkulturelle Kompetenzen bei jungen Leuten zu fördern und zu stärken sowie ein Bewusstsein zu schaffen für globale Problemlagen.

Die Ordensgemeinschaft möchte im Kontakt mit jungen Menschen ein gegenseitiges Kennenlernen und gegenseitiges voneinander Lernen ermöglichen.